Wer bin ich? Was macht mich als Mensch aus?

Was ist das Wesentliche, das mich ausmacht?

 Wie fühlt sich mein Inneres an?

Wer bin ich, wenn ich aus der Rolle falle?

Was bewegt mich?

 Wie kann ich meine inneren Impulse ausdrücken?

Wie kann ich mich meiner Authentizität annähern?

 

 

Interview mit Michaela Tripes (M.)

geführt von Julia Vajnahij (J.):

 

J.:  Warum Authentic Movement?

 

M.:  Man hat Sehnsucht nach Ganzheit, nach Ganzheit meiner Person, mit allen Möglichkeiten, die man hat.

Ich habe keine andere Methode kennengelernt, bei der ich so nahe an die Wurzeln meines ureigenen Seins komme, ohne Nachdenken, ohne Theorie, wie von selbst.

 Es geht darum sich einzulassen und loszulassen in aller Ehrlichkeit. So nähert man sich seiner Authentizität an. Der Körper zeigt alles viel schneller und unvermittelter. Durch die Bewegung findet ein innerer Prozeß statt.

 

 J.: Was passiert bei Authentic Movement?

 

M.: Es kann sein, dass Seiten an einem selbst herauskommen, die man an sich bisher noch nicht gesehen oder gewusst hat.So wie du bist, ohne eine Rolle zu spielen, ohne Kontrolle, deinen inneren Impulsen nachgehen. Neue Räume im Inneren, neue Facetten an sich entdecken, ganz im Jetzt sein.

 Hier kannst du dich so zeigen, wie du bist. Du wirst gesehen und wertgeschätzt, so wie du bist.

 

 J.: Warum findet die Bewegung mit geschlossenen Augen statt?

 

M.: Durch die geschlossenen Augen öffnen sich andere Antennen, bekommst du eine andere Wahrnehmung.

 In der Gruppe entsteht eine Dynamik, in der Gruppe spürt man die Vernetzung miteinander, auch mit geschlossenen Augen. Man spürt die Verbundenheit miteinander ohne sich zu sehen. Wie die Verbindung der Wurzeln von Bäumen im Wald.

 

 J.: Können auch persönliche Themen mit dieser Methode bearbeitet werden?

 

M.: Wenn es ein Thema gibt, das dich bewegt, kann durch den Ausdruck in Bewegung neue

Facetten entdeckt werden; vielleicht löst sich das Thema durch Bewegung auf ohne darüber lange grübeln zu müssen.

Der Körper zeigt alles viel schneller und unvermittelter. Sowohl Probleme, als auch Lösungen, Fragestellungen.

 

 J.: Wie können mit dieser Methode Probleme gelöst werden?

 

M.: Durch den Perspektivwechsel und neue kreative Möglichkeiten. Manchmal hilft es, dass man weg vom Grübeln, dass man weg vom Kopf kommt. Und dann spürt man, wie die Lösung aussehen könnte. Durch die Bewegung findet ein innerer Prozess statt.

 

 J.: Was ist daran so befriedigend?

 

M.: Wieder ein Stück von sich gezeigt zu haben, was wertschätzend angenommen wird. Abseits von Funktionen und Rollen, Vorstellungen, wie man sein muss oder soll. Was macht mich als Mensch aus, ohne diese Umweltvorgaben, Erziehungsideale, Werte. Es ist ein

Raum, in dem keine Verurteilung stattfindet,es ist urteilsfrei.